Kurz vor dem Release der PC-Version von Spider-Man 2 hat Sony eine umstrittene Entscheidung zurückgenommen. Eigentlich sollten Spieler ihr PlayStation Network (PSN)-Konto verknüpfen, um das Spiel zu starten. Doch nach Protesten kippt Sony diese Vorgabe – und das bleibt nicht die einzige Veränderung.

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Kein PSN-Zwang mehr – mit Folgen für weitere Spiele

Eigentlich hätte Spider-Man 2 für PC nur mit einer PSN-Verknüpfung spielbar sein sollen, doch nach massiver Kritik macht Sony einen Rückzieher. Der Action-Hit, der am 30. Januar 2025 auf Steam und im Epic Games Store erscheint, kann nun auch ohne Anmeldung bei Sonys Online-Dienst gespielt werden. Damit reiht sich das Spiel in eine wachsende Liste ein: Auch die PC-Versionen von God of War Ragnarök und Horizon Zero Dawn Remastered sind nun frei von dieser Pflicht.

Doch es geht noch weiter: Die kommende PC-Umsetzung von The Last of Us Part 2 Remastered, die im April 2025 erscheint, wird ebenfalls ohne PSN-Konto lauffähig sein. Ganz auf eine Verbindung zum PlayStation-Netzwerk verzichten will Sony dennoch nicht. Statt einer Pflicht setzt das Unternehmen nun auf Anreize: Wer sich freiwillig anmeldet, erhält kleine digitale Boni wie früher freischaltbare Spinnenanzüge in Spider-Man 2 oder kosmetische Extras in anderen Spielen.

Warum Sony zurückrudert – und was es für Spieler bedeutet

Dass Sony sich in letzter Minute umentscheidet, dürfte nicht nur mit dem Unmut der Spieler zusammenhängen. Ein zentrales Problem: Das PlayStation Network ist in vielen Ländern schlicht nicht verfügbar. Ohne die Änderung hätte Spider-Man 2 auf PC in Staaten wie Ägypten, Bosnien und Herzegowina oder Monaco nicht spielbar gewesen. Nun kann das Spiel weltweit verkauft und genutzt werden.

Sony verfolgt schon länger das Ziel, PlayStation und PC enger miteinander zu verzahnen. Mit der PC-Version von Ghost of Tsushima wurde 2024 ein PlayStation-Overlay eingeführt, das Trophäen und Freundeslisten synchronisiert – allerdings erfordert es weiterhin ein PSN-Konto. Die aktuelle Entscheidung zeigt, dass Sony flexibler wird, um PC-Spielern entgegenzukommen, ohne ganz auf seine Online-Plattform zu verzichten.

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